Funktionelle Diagnostik - IFD

Kommt es zu einem Schmerz bzw. chronischen Beschwerden im Bereich der Leiste muss nicht immer ein struktureller Schaden vorliegen. Wenn klinisch und bildgebend eine „akute Verletzung“ ausgeschlossen ist können auch Dysbalancen im Bereich der Muskulatur oder ein inadäquates Bewegungsmuster für Fehl- und Überlastungen im Bereich des Beckens, der Hüften und des Oberschenkels ursächlich sein. Gerade bei sportlich Aktiven ziehen diese Fehlbelastungen nicht selten derartige Schmerzen nach sich, die in die Leistenregion ausstrahlen können.

Das primäre Ziel unserer funktionellen Diagnostik ist, Bewegungen zu analysieren, die von Sportlern mit Leistenschmerzen z.B. im Laufen, während schnellen Richtungsänderung oder in Schusssituation verwendet werden. Hierbei ist es wichtig die kinematischen und kinetischen Parameter der einzelnen Segmente (Rumpf, Becken, Hüft-, Knie- und Sprunggelenk) in den entsprechenden Bewegungsformen zu beurteilen. Die Kombination aus Bewegungsanalyse, neuromuskulärer Diagnostik mittels EMG und isokinetischer Krafttests hilft hierbei unphysiologische Bewegungen und mögliche Überbelastungen des Sportlers aufzudecken.

Verschiedene Studien konnten aufgezeigen, dass bei Athleten mit entsprechenden Beschwerden nicht immer die gleichen Belastungs- und Bewegungsmuster bzw. Defizite vorliegen. So können Instabilitäten/Kraftdysbalancen in hochdynamischen Bewegungen, unphysiologische Bewegungen des Beckens, der Hüftgelenke, der Kniegelenkes oder auch statische Defizite wie Beinlängendifferenzen und Beckenschiefstände ursächlich sein. Diese müssen entsprechend gezielt detektiert werden und im Rahmen der individuellen Physio- und Trainingstherapie behoben werden.